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Nico Ruhle zu den Wahlprüfsteinen des Kreissportbundes OPR

Wahlen


Nico Ruhle

Die SPD im Landkreis Ostprignitz-Ruppin schätzt, begleitet und unterstützt die Arbeit des Kreissportbundes OPR sowie der Sportvereine in unserer Region seit vielen Jahren. Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Kreissportbund sowie die Sportlerinnen und Sportler der Fontanestadt Ihre Anliegen und Forderungen an die Kommunalpolitik formuliert haben und von den Parteien vor den Kommunalwahlen klare Positionierungen einfordern (Wahlprüfsteine). Für den Unterbezirk der SPD hat der Kreistagskandidat Nico Ruhle die Beantwortung der Fragen übernommen.

"Dem Vereinssport kommen im gesellschaftlichen Leben unseres Landkreises mehrere wichtige Funktionen zu. Für Jede und Jeden zugängliche Sportangebote sorgen dafür, dass die Einwohner sich mit ihrer Region identifizieren, stolz auf deren sportliche Erfolge sind, gern hier leben und sich auch gern in ihren Kommunen engagieren. Vor allem aber trägt der Sport im Verein nachhaltig zur humanistischen Wertebildung bei, fördert Toleranz und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung. Aus diesen Gründen liegen uns, als Interessenvertretung der Sportvereine, gesicherte Bedingungen für die Ausübung der sportlichen Aktivitäten unserer Mitglieder außerordentlich am Herzen.

Der Kreissportbund OPR mit seinen 159 Sportvereinen und mehr als 13.000 Mitgliedern ist die größte Vereinigung in der Region. Statistisch gesehen sind mehr als 12,5 % unserer Bevölkerung in Sportvereinen organisiert. Über 3.500 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder, Trainer und Übungsleiter betreuen die Mitglieder."

http://www.kreissportbund-opr.de/home.php?id=99

 

Die folgenden Fragen und Forderungen sind die wichtigsten Prüfsteine für die Sportpolitik im Landkreis Ostprignitz-Ruppin:

  1. Der Kreissportbund OPR betrachtet die öffentliche Sportförderung als wichtige kommunale Aufgabe. Das stärkste Förderinstrument ist die unentgeltliche Überlassung der Sportstätten. Damit gewährleistet  der Landkreis  die sportliche Teilhabe aller Bürger unserer Region unabhängig von ihren finanziellen Verhältnissen.

Setzt sich Ihre Partei für die unentgeltliche Nutzung der Sportanlagen durch gemeinnützige Sportvereine (zu den bisherigen Konditionen) ein? 

Ganz klar: Ja! Das Sporttreiben darf nicht am Geldbeutel scheitern. Außerdem muss die Förderung des Sports transparent bleiben: Wenn Vereine auf der einen Seite Geld über öffentliche Förderrichtlinien erhalten und andererseits an dieselben Institutionen Nutzungsentgelte entrichten sollen, widerspricht das einer transparenten Förderung und schafft nur mehr bürokratische Belastungen für die öffentliche Hand und die Vereine.

 

  1. Der organisierte Sport leistet einen erheblichen Anteil an der Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche erwerben im Verein soziale Kompetenzen wie Teamgeist, den Umgang mit Regeln und mit den Konsequenzen aus Regelverstößen.  

Welche Bedeutung hat für Sie das Sporttreiben der Kinder und Jugendlichen? Gibt es Ihrerseits besondere Ideen und Vorstellungen, wie diese Bereiche durch Sie künftig unterstützt werden können?

Wie stellt sich Ihre Partei bzw. Ihr Bündnis die Sportförderung in diesem Bereich konkret vor? 

Die Bedeutung ist nicht hoch genug einzuschätzen- insofern treffen es die einleitenden Worte bereits sehr gut. Sport erreicht wirklich jeden: Alt wie jung, wohlhabend wie arm, Mann wie Frau...Diese integrative Wirkung des Sporttreibens muss allen bewusst sein.  

Wichtig wird sein, dass sportpolitische Entscheidungen nicht ohne die Vereine getroffen werden. Es wäre insofern nicht redlich, über die Köpfe der Vereine hinweg nun Maßnahmen und Entscheidungen anzukündigen, ohne diese mit ihnen diskutiert zu haben. 

Einigkeit dürfte zwischen uns allen darin bestehen, dass das Sport-Ehrenamt nicht noch mehr belastet wird durch bürokratische Hürden mit zweifelhaftem Nutzen. Wenn jede Kommune einen festen Ansprechpartner für die Sportvereine hat, ist den örtlichen Vereinen bereits sehr geholfen. Diese/r Sportbeauftragte sollte allerdings auch von sich aus auf die Vereine zugehen und ein „offenes Ohr“ für deren Belange haben. 

Die Sportförderung selbst sollte wie gehabt über Förderrichtlinien und möglichst kostenfreie Nutzungen der Sportstätten umgesetzt werden. Dazu gehören auch die Unterstützung von Wettkämpfen und die Auslobung von Preisen für Gewinner und herausragende Leistungen.      

 

  1. Das Ehrenamt ist eine der unverzichtbaren Säulen unseres gesellschaftlichen Lebens, insbesondere auch  im Sport. Das ehrenamtliche Engagement  im Allgemeinen  geht nach aktuellen Studien dramatisch zurück. 

Welche Maßnahmen können Sie sich zum Erhalt, zur Förderung und Stärkung des Ehrenamtes vorstellen?

Wie stehen Sie zur Schaffung hauptamtlicher Stellen zur Unterstützung des Ehrenamtes und für die Verstetigung der sozialen Jugendarbeit im Sport?

Wie bereits beschrieben: Ein fester, selbst auf die Vereine zugehender Sportbeauftragter in den Kommunen wäre bereits ein Fortschritt. Dazu müssen keine neuen Stellen geschaffen werden, aber Aufgaben neu definiert und verteilt werden. 

  1. Den Sport finanziell so auszustatten, dass er die aus eigener Verantwortung übernommenen und die ihm subsidiär übertragenen und zusätzlichen Aufgaben und Verpflichtungen erfüllen kann, sollte Anliegen aller politisch Handelnden sein.

Sehen Sie in diesem Kontext den Sport insbesondere auch mit Blick auf die kommunalen Haushalte als „freiwillige“ Leistung an?

 

Es liegt leider nicht in der Hand der Kreistagsabgeordneten, ob eine Leistung als „freiwillig“ oder „pflichtig“ einzustufen ist. Wichtig wird aber sein, dass bei allen Verantwortungsträgern eine Sensibilität vorhanden oder geschaffen wird, dass ehrenamtliche Strukturen, noch dazu im Sport, unbedingt erhalten werden müssen. Freiwilliges Engagement, noch dazu zur eigenen und fremden Gesunderhaltung, darf jedenfalls nicht zugunsten von anderen (Prestige-)Projekten geopfert werden. 

Wenn man die öffentliche Hand als Gewährträger für den Zusammenhalt einer Gesellschaft definieren würde, dann müsste der Breitensport als pflichtige Aufgabe angesehen werden. Ehrenamt- nicht zuletzt das im Sportbereich- ist der Kitt, den eine Gesellschaft zusammenhält. Ohne ehrenamtliches Engagement wird eine Gesellschaft letztlich nicht funktionieren können.

 
 
 

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